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Naturalienkabinett Waldenburg - Ein Museum im Museum
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Alte ostasiatische Lackkunst wird restauriert


Der Index des Linckschen Museums von 1787 nennt ein „[Poculum] Sinense, ex linteo consectum, lacca nigra obductum, auroque pictum. Ein chinesischer Becher, aus Leinwand und lakirt, zwey Exemplar. (aufgest. No. 58. 59.)“ Beide Stücke können in Waldenburg angeschaut werden. Es handelt sich tatsächlich um schwärzliche ostasiatische Lackarbeiten mit in Gold aufgetragenen Zeichnungen Gartenszenerien, was der Autor des 18. Jahrhunderts nur auf Latein andeutete.

Allgemein bekannt sind die chinesischen und japanischen elegant verzierten Möbel und Kleinmöbel, die mit zahlreichen schwarzen oder roten Lackschichten ihren unverwechselbaren Glanz und Schimmer erhalten. Doch auch auf anderen Trägermaterialien als Holz kann ein fester, vielschichtiger Lacküberzug aufgebaut werden. So wurden in China auch Lackgegenstände auf dem Grund von Hanfgewebe hergestellt.

Die beiden Waldenburger Becher galten als derartige Beispiele bis die Untersuchung zur Restaurierung ein anderes Ergebnis zeigte: Die Becher bestehen aus einem Papiergrund, der mit Silber überzogen worden war. Dieses Silber verleiht dem dunklen Lack eine besondere Farbwirkung. Im Zuge der Restaurierungsarbeiten werden die „chinesischen Becher aus Leinwand“ gereinigt und defekte Stellen behutsam gesichert.

Restaurierung ostasiatischer Lackkunst

Die versierte Restauratorin Anke Weidner stabilisiert einen im Laufe der Jahrhunderte brüchig gewordenen Lackbecher