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Der Begriff Mineral wird auf das alte Wort "minera" = Erz zurückgeführt. Im Mittellateinischen bedeuten die Worte "mina" = Schacht und "minare" = Bergbau treiben. Minerale sind im heutigen Sinne Elemente oder chemische Verbindungen, die meistens kristallisiert sind. Sie entstanden in Folge geologischer Prozesse, also ohne das Zutun des Menschen. Bis in das 19. Jahrhundert bezeichnete man alle aus der Erde ausgegrabenen Materialien als Fossilien: die Mineralien, die Gesteine und die eigentlichen Fossilien. Heute werden als Fossilien nur Reste vorzeitlicher Lebewesen der Pflanzen- und Tierwelt bezeichnet. Ab dem 19. Jahrhundert gewann der Begriff "Mineral" in der wissenschaftlichen Literatur an Bedeutung, so wie er heute für die Minerale in Gebrauch ist.
Seit Anbeginn seiner Geschichte hat der Mensch mit Mineralen und Gesteinen zu tun. Aus ihnen wurden schon frühzeitig Werkzeuge, Waffen und Schmuck hergestellt. Denken wir nur an die Feuersteinwerkzeuge oder die später hinzugekommene Nutzung von Metallen wie Kupfer, Gold, Silber, Zinn und Eisen. Aber nicht zuletzt durch ihr Aussehen, ihrer Form und Farbe weckten Minerale seit altersher das Interesse des Menschen; allein wegen dieser Eigenschaften wurden sie gesammelt. Die mineralogische Sammlung des Waldenburger Museums stammt zum größten Teil aus dem Linckschen Naturalienkabinett (17./ 18. Jh.). Johann Heinrich Linck der Jüngere (1734-1807), der letzte Sammler der Familie, ordnete die Minerale nach dem System des Schweden Johann Gottschalk Waller (1710-1785).