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Seit 170 Jahren besteht nun das Waldenburger Naturalienkabinett, seit
über 170 Jahren sind somit die Exponate des Museums im „Dauereinsatz“
für den Besucher. Es war also dringend an der Zeit, deren
Erhaltungszustand genauer zu untersuchen, konservatorische und
restauratorische Maßnahmen einzuleiten.
Das Naturalienkabinett zählt zu den ältesten Naturkundemuseen in
Deutschland. Den Kern bildet die Kunst- und Naturaliensammlung der
Apothekerfamilie Linck aus Leipzig, die aus dem 17./18. Jahrhundert
stammt. Die historische Präsentation des 19. Jahrhunderts und der
Erhalt der Sammlung Linck waren gute Gründe dafür, dass das
Waldenburger Museum für eine Teilnahme am KUR-Programm der
Kulturstiftung des Bundes (Kur-Konservierung und Restaurierung)
ausgewählt wurde. Die umfangreiche Förderung hilft nun dabei, die
Exponate wissenschaftlich zu erfassen, konservatorisch und
restauratorisch zu betreuen und somit für die Zukunft zu
sichern.
2008/2009 konnten schon wichtige Sammlungsstücke
restauriert werden, wie die Schuhkollektion, asiatische Lackbecher und
Wandteller mit Perlmuttbesatz, der Index Musaei Linckiani – ein
gedrucktes Verzeichnis der Sammlung Linck - sowie die historischen
Schauvitrinen von 1839-41. Die Naturkundemuseen in Berlin und Chemnitz
übernahmen die Überarbeitung der Seesterne sowie der
Wirbeltierpräparate.
Noch sind nicht alle der geplanten Arbeiten umgesetzt, denn auch für
2010 ist eine Vielzahl an Restaurierungen vorgesehen. Doch schon jetzt
möchte das Museum alle bislang bearbeiteten Objekte der Öffentlichkeit
erstmals zu Ostern präsentieren.
Öffnungszeiten:
| Di. – Fr. | 9.00 – 16.00 Uhr |
| Sa./ So./ Feiertag | 9.00 – 17.00 Uhr |