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Über siebzig Jahre Museumsarbeit haben ihre Spuren an dem alten Buch hinterlassen: Als Fürst Günther v. Schönburg-Waldenburg in den 1930er Jahren eine wissenschaftliche Bearbeitung und Neugestaltung seines Museums anstrebte, stand für die beteiligten Wissenschaftler fest, dass die besonders alten und wissenschaftshistorisch hochrangigen Objekte aus der Linck-Sammlung in der nach 1846 systematisch aufgereihten Schausammlung wieder aufgefunden und gesondert gekennzeichnet werden sollten.
Neben den vielfach noch vorhandenen handschriftlichen Etiketten aus der Leipziger Zeit half bei dieser Arbeit auch ein altes Buch, das damals wohl ins Museum gelangte. Es handelt sich um das gedruckte Inventar „Index musaei Linckiani, oder kurzes systematisches Verzeichniß der vornehmsten Stücke der Linckischen Naturaliensammlung zu Leipzig“, verfasst von Johann Heinrich Linck d. J. und in drei Büchern zwischen 1783 und 1787 erschienen.
Das Waldenburger Exemplar ist zu einem Band zusammengefasst und bis heute wichtiges Nachschlagewerk für die Museumsmitarbeiter: Immer noch müssen nämlich Neuzuordnungen und Korrekturen zur Herkunft mancher Objekte vorgenommen werden.
Der Index mit seiner brüchigen Bindung und den sehr abgegriffenen Buchseiten - selbst schon ein museales Stück - konnte nun im Rahmen des KUR-Projekts von Christian Maul aus Altenburg fachgerecht restauriert werden. Neue Techniken werden das kostbare Buch in Zukunft schonen helfen, denn Band 1 - 3 können bereits digitalisiert im Internet eingesehen werden: http://digital.slub-dresden.de