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KUR- Projekt "Rettung des Naturalienkabinetts Waldenburg"
"KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut", so heißt das Förderprogramm der Kulturstiftung des Bundes, die damit zum Erhalt von Sammlungen und Objekte von übergeordneter historischer oder künstlerischer Relevanz beitragen will.
Das Museum Waldenburg hat in den nächsten vier Jahren die Möglichkeit, an diesem Programm teilnehmen zu können. Im Auswahlverfahren entschied sich das Kuratorium der Stiftung für die finanzielle Unterstützung von 26 Projekten, ausgewählt aus 121 Anträgen, darunter auch das von der Stadt Waldenburg eingereichte Vorhaben zur "Rettung des Naturalienkabinetts Waldenburg". Mit der Co-Finanzierung von der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen und der Stadt Waldenburg kann das Projekt nun von 2008-2011 realisiert werden.
Hauptaufgabe des Projekts wird die Erhaltung und Konservierung/Restaurierung des historischen Naturalienkabinetts sein. Angefangen von bauklimatischen Untersuchungen und Bestandsanalysen als Grundlage zur Verbesserung der derzeitigen Ausstellungsumgebung, bis hin zu einer konservatorischen und restauratorischen Betreuung sowie der sowie der entsprechenden restaurierungswissenschaftlichen Begleitung der einzelnen Sammlungsbestandteile des sehr heterogenen Sammlungsgutes werden den Hauptteil der Arbeiten ausmachen.
Die Ergebnisse sollen der Fachwelt und einem breiten Publikum zur Verfügung gestellt werden. Deshalb sollen die Ergebnisse des KUR-Projektes neben deren Publikation in Fachzeitschriften auch in eine noch zu planende Begleitausstellung zum historischen Naturalienkabinett einfließen, die den Besuchern Einblick in die Geschichte des Hauses, in die Entstehung der Sammlungen ermöglichen bzw. über Sammlerpersönlichkeiten und das Sammeln als kulturelles Phänomen informieren soll.
Über allem steht das Ziel, die überregional bedeutende kunst- und naturwissenschaftliche Sammlung des Naturalienkabinetts in ihrem originalen Umfeld und in ihrer historischen Anmutung als Zeugnis der Wissenschaftshistorie, aber auch als einzigartiges Dokument der Museums- und Sammlungsgeschichte für die Zukunft zu bewahren.