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Museumsarbeit erfolgt nicht nach Lust und Laune, sondern es gibt verbindliche Regeln, die der Weltmuseumsrat ICOM in den Ethischen Richtlinien für Museen aufgestellt hat:
http://www.icom-deutschland.de/client/media/6/dicom.pdf
Besondere Aufmerksamkeit kommt hier der Umgang mit Informationsmaterial zu den einzelnen Museumsobjekten zu:
"Die Erfassung und Dokumentation der Sammlungen nach entsprechenden Standards ist eine grundlegende berufliche Verpflichtung. Besonders wichtig ist es, dass die Dokumente eine umfassende Beschreibung aller Gegenstände beinhalten und über ihre Herkunft und ihren Ursprung sowie die Bedingungen Auskunft geben, unter denen sie in die Sammlung des Museums aufgenommen wurden. Die Sammlungsdaten sollten erhalten und ergänzt werden, so lange irgendein Stück Teil der Sammlung ist. Sie sind sicher zu verwahren und so zu katalogisieren, dass sie dem Personal und anderen Berechtigten zugänglich sind [...]."
Das schließt auch das Verwahren und Erhaltenen zum Beispiel alter Beschriftungen und Etiketten der Museumsstücke ein. Waldenburg stand hier vor dem Problem, dass insbesondere zahlreiche der handschriftlichen Beschilderungen aus der alten Linck-Sammlung fest mit Möbellacken an Regalbrettern verklebt waren. Im Rahmen des KUR-Projektes konnten noch 2009 diese kleinen, wertvollen Dokumente zerstörungsfrei von dem Papierrestaurator Christian Maul gelöst und stabilisiert werden. Für zukünftige Forschergenerationen sind die Autographen nun sachgerecht archiviert.
Lincks eigenhändige Beschriftung eines Fossils: "Ein kleiner Karpfen aus Eichstaedt."
Schwarz lackiertes Regalbrett mit verklebten linckschen Beschriftungen
Scan eines restaurierten Linck-Etiketts