Spirituspräparate

Bei der Betrachtung der zoologischen Objekte der heutigen Sammlung des Naturalienkabinettes Waldenburg fallen dem aufmerksamen Besucher in mit Flüssigkeit gefüllten, zylindrischen Gläsern aufbewahrte Tiere und anatomische Präparate auf. Für die Einrichtung und Erweiterung der zahlreichen Raritätenkammern und Gelehrtenkabinette im 17. Jahrhundert waren Konservierungsverfahren entscheidend, die es erlaubten, zoologische Naturobjekte dauerhaft zu erhalten und zu bewahren.

Leguan in Spiritus (Foto: V. S. Hofmann-Trepák)

Leguan in Spiritus (Foto: V. S. Hofmann-Trepák)

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Fisch in Spiritus (Foto: V. S. Hofmann-Trepák)

Die Präparation durch einfaches Dürren und Trocknen der Tierkörper oder Bälge war nur bei kleinen bis mittelgroßen Arten erfolgreich und erbrachte darüber hinaus bezüglich Form und Gestalt nur unzureichende Ergebnisse. Deshalb spielte die Verwahrung zoologischer Objekte als Nasspräparate in Spiritusgläsern über sehr lange Zeit eine entscheidende Rolle. Die heutige Sammlung des Waldenburger Museums umfasst insgesamt 260 Spirituspräparate. Sehr wahrscheinlich entstammen alle aus dem 1840 von Fürst Otto Victor I. von Schönburg-Waldenburg erworbenen Naturalienkabinett der Leipziger Apothekerfamilie Linck.

Die Spirituspräparatesammlung blickt somit auf eine über 300jährige sehr wechselvolle Geschichte zurück und enthält heute noch 120 Fische, 18 Amphibien, 95 Reptilien und 22 anatomische Präparate.

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