Ornithologie

Die Vogelsammlung des Waldenburger Naturalienkabinetts spiegelt ein Stück Geschichte der Vogelkunde Mitteldeutschlands wider. Die Sammlung hat mehrere historische Wurzeln. Ein Teil stammt aus dem Kabinett der Leipziger Apothekerfamilie Linck, dessen Vogelsammlung zur Zeit des Erwerbs für das Waldenburger Museum 1840 nur noch geringe Bedeutung hatte. Der weitaus größere Teil kam im Mai 1840 durch den Kauf von 959 Vögeln (250 paläarktischen – meist europäisch – und 32 exotischen Arten) aus dem Besitz des Greizer Bäckermeisters und Ornithologen Carl Ferdinand Oberländer (1805-1866) zum Naturalienkabinett hinzu.

Kotinga (Foto: V. S. Hofmann-Trepák)

Kotinga (Foto: V. S. Hofmann-Trepák)

 

Einzelankäufe und kleinere Kollektionen erweiterten die Sammlung in Waldenburg. So kamen 1843 einige Vögel durch in Südaustralien tätige Missionare in das Kabinett. Mehrere Vögel stammen von Melchior Pässler (1816-1902), ein Bauern und Besitzer des Gasthofs “Zur Linde” in Breitenbach bei Meerane. Er war bis 1879 für das Kabinett tätig. 1908-1910 bereicherte Fürst Otto Viktor II. von Schönburg-Waldenburg die Sammlung mit Jagdtrophäen, die er bei drei Reisen in Abessinien und den Ländern am Weißen Nil erbeutet hatte.

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