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Sonderausstellungen

Ob künstlerische Interventionen, Neues zu den Beständen der Wunderkammer oder ein Blick in die Stadt- und Fürstengeschichte Waldenburgs: Hier finden Sie einen Überblick zu aktuellen, geplanten und vergangenen Sonderausstellungen.

2022

Restaurierte Kunstwerke von Moritz Meurer

Kunst in die Stadt! Schaufensteraktion in Waldenburg

Der Waldenburger Künstler Moritz Meurer (1839-1916) gehört zu den großen Wegbereitern der Kunst der Moderne. Zeitgenossen wie die Designgröße Peter Behrens aus Düsseldorf, Sezessionisten wie Otto Greiner und natürlich Vertreter der Neuen Sachlichkeit wie Karl Blossfeldt schätzten Meurer als Künstler, Kollegen und zielstrebigen Reformer, der sich der Pflanze als Urform künstlerischen Schaffens verschrieben hatte. Der Nachlass dieses Ausnahemkünstlers, der als Lehrer an der Berliner Kunstgewerbeschule begann und sich zu einem der größten Reformer des kunstgewerblichen Unterrichts entwickeln sollte, wird in seiner Geburtsstadt Waldenburg bewahrt. Mit mehr als 6.000 Verzeichnungseinheiten wird die Bearbeitung seines Lebenswerkes derzeit mit ganzer Kraft angegangen. 

2021 konnte Dank großzügiger Unterstützung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen ein Teil seines Nachlasses restauriert werden. Aus diesen Blättern und zentralen Motiven aus dem künstlerischen Schaffen wurden für Schaufenster in der Waldenburger Innenstadt Plakate gestaltet, die den Künstler zurück in seine Stadt und nah an die Menschen bringen sollen. QR-Codes erlauben, zusätzliche Informationen zu jedem Kunstwerk abzurufen und sich das Werk Meurers zu erschließen. Zur Aktion gehört außerdem eine Vitrine im Museum - Naturalienkabinett Waldenburg, die anhand vor originalen Dokumenten über den Ankauf des Nachlasses mitten im Zweiten Weltkrieg informiert. 

 

Eine Aktion zusammen mit dem Gewerbeverein Waldenburg e.V., Sebastian Winter (Waldenburg), Bäckerei Förster und Friseursalon Chic

Gestaltung der Schaufenster: zuckerimkaffee, Daniel Lorenz

Kurator Museumsvitrine: Karl Pietrek 

20.05. - 30.10.22 im Rathaus Waldenburg

Bürgerstolz?! Die Residenzstadt Waldenburg und ihre Bürgermeister

Im Juni 2022 finden in Waldenburg die Wahlen für die Neubesetzung des Amtes des Bürgermeisters statt. Eine anspruchsvolle Aufgabe in einer Stadt, die bis heute stark von ihrer Geschichte als Residenz der Fürsten von Schönburg-Waldenburg geprägt ist. Aus diesem Anlass eröffnet im Rathaus Waldenburg eine Sonderausstellung zur Geschichte des Bürgermeisteramtes in Waldenburg von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart. Sie spürt den Waldenburger Bürgermeistern über die Jahrhunderte nach, fragt nach ihren Namen, Biographien und drängenden Themen ihrer Amtszeiten. Nicht zuletzt nimmt sie in den Blick, wie sich bürgerliches Leben in Waldenburg – im Spagat zwischen Schloss und Rathaus – entwickelte. Und entwickeln soll.

Seit mindestens 1487 besitzt Waldenburg/Sachsen ein Bürgermeisteramt mit Rat und somit alle wichtigen Organe zur Verwaltung einer Stadt. Tatsächlich aber waren es vor allem die schönburgischen Stadtherren, die Einfluss auf praktisch alle Belange des Gemeinwesens nahmen - so auch auf die Besetzung des wichtigsten Stadtamtes, des Bürgermeisters. Wohl auch deshalb gibt es bis heute keine Übersicht über die Bürgermeister der ehemaligen Residenzstadt, ihre Charaktere und besonderen Leistungen.
Bürgermeister in Waldenburg zu sein, bedeutete vor 1945 stets eine Gratwanderung: Zum Gehorsam gegenüber den schönburgischen Stadtherren gesellte sich mehr und mehr die Verteidigung bürgerlicher Interessen. Eine Konstellation, die sich immer wieder in teils schweren Konflikten entlud und mit dem Schlossbrand von 1848 historische Berühmtheit erlangte. Mit der Vertreibung der schönburgischen Fürsten 1945 wurde Waldenburg plötzlich Bürgerstadt – und steht seitdem vor der Herausforderung, einer Stadt mit fürstlicher Vergangenheit eine Zukunft für die Menschen zu geben. 

Eine Kooperation zwischen Museum – Naturalienkabinett Waldenburg und dem Geschichtsverein Waldenburg e.V.

Neben der Ausstellung ist eine Publikation in Vorbereitung. 


Archiv

L/Imitation of Life / 24.07. - 26.09.2021

Intervention im Historischen Naturalienkabinett - Hörstück der Leipziger Künstler Alisa M. Hecke und Julian Rauter im Rahmen des interdisziplinären Kunstprojekts zur Taxidermie „The Big Sleep“. „L/Imitation of Life“  - Grenzen der Imitation des Lebendigen. Das Wortspiel des Titels ist Programm, denn die Intervention der beiden Künstler und Theatermacher Alisa Hecke und Julian Rauter (beide Leipzig) verhandelt die Fragen danach, wie tote Materie in der Tierpräparation gestaltet wird, wie damit eine lebendige Nachahmung gelingt und wo die Grenzen ihrer Darstellbarkeit liegen. In dem Hörstück wird eine künstlerische Neuperspektivierung der bestehenden Sammlung vorgenommen.

Ein paradoxes und nicht weniger faszinierendes (Kunst-)Handwerk tritt hervor, das maßgeblich die Rezeption des Museumsbesuchs prägt: Persönliche Reflexionen von Tierpräparator*innen geben Auskunft über eigenwillige wie kreative Gestaltungsprozesse, konservatorische Herausforderungen und sich wandelnde Konventionen der Tierdarstellung. Denn Präparate sind Ausdruck eines Zeitgeistes, in ihnen spiegelt sich seit jeher das menschliche Verhältnis zur Natur.

Das Hörstück basiert auf einem interdisziplinären Recherche-Projekt, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes. Bisherige Stationen waren u.a. die Residenz Schauspiel Leipzig, das Kunstfest Weimar und das Naturhistorische Museum Basel. Kopfhörer können an der Kasse gegen einen Pfand entliehen werden. 

Regal mit ausgestopften, historischen Federtieren
Foto: Gustav Franz

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